Omø

Autor: Carina

GPS: 55° 10,3´ N 11° 09,7´ E

Eine kleine Perle in der Ostsee, ist die Insel Omø, sie liegt im Smålandsfahrwasser. Gleich in der Nachbarschaft von Agersø. Im Westen der Insel liegt der Große Belt, im Norden der Omøsund und an den anderen Seiten umspült das Smalandsgewässer die Insel. Das Festland (Seeland) ist nur wenige sm entfernt. Die Omøfähre pendelt täglich zwischen dem Festland (Stigsnaes) und der Insel. Der Yachthafen bietet genügend Platz für Gastlieger, bei einer Wassertiefe von 2-2,5m. Der alte Hafen ist recht eng, bietet aber im östlichen Teil einige Liegeplätze für Sportboote. Der westliche Teil ist für die Fischer reserviert. Im Sommer ist er allerdings trotzdem überfüllt. Aber der Hafenmeister ist freundlich und hilft allen Wassersportlern, damit sie einen Liegeplatz finden. Er ist sehr erfinderisch in Sachen Liegemöglichkeit.

180 Bewohner
2km breit und 4km lang.
12km Küste

Ursprünglich bestand Omø aus zwei Inseln, die durch einen Sund getrennt waren. Davon ist heute nur noch ein See vorhanden, der Omøsee. Die Insel ist im  Süden flach und  hier befindet sich auch der Hafen. Im Norden ist die Insel Hügelig und grün. Allerdings hält sich die Erhebung in Grenzen, schlappe 20m bietet der größte Hügel. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf den großen Belt. Die Bewohner von Omø leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Fischen.
Der Ort beim Hafen hat den Namen Kirkehavn. Da sich auf der Insel lange Zeit keine Kirche  befand mussten die Inselbewohner mit dem Schiff zum Festland. Da dieses Kirchenboot hier abfuhr, nannte man den Ort Kirkehavn. Das schönere Dorf liegt ca 1km entfernt und heißt Omøby. Klein und fein, mit schönen alten Häusern rund um einen Teich. Alle Häuser sind liebevoll gepflegt. Hier befindet sich auch der einzige Einkaufsladen auf Omø. Ein großes schwarzes Tor (Porten) dient seit Generationen als Inselzeitung. Bekanntmachungen, Angebote, Termine und vieles mehr, werden hier angepinnt. Die Kirche und das Spritzenhäuschen (Feuerwehr) sind um 1800 gebaut und sehr gut gepflegt. Vom Ort ca. 3 km entfernt steht ein Leuchtturm, (OmøFyr) er ist 32m hoch. Früher konnte man, wenn der Leuchtturmwärter vor Ort war, den Leuchtturm besichtigen und die herrliche Aussicht über den Großen Belt mit der riesigen Beltbrücke genießen. Bei guter Sicht, sieht man Langelang, Seeland und die Insel Agersø, Ob es heute noch geht, weiß ich nicht, ich konnte dort niemanden finden und fragen.
Bademöglichkeiten gibt es hier viele, 12km ist die Küste lang. Der Grund der Ostsee fällt flach ab und der Strand ist somit kinderfreundlich. Der Sandstrand neben dem Hafen und der Strand im Süden der Insel, sind die Schönsten und auch die Meistbesuchtesten der Insel.
Der Hafen ist bei den Wassersportlern sehr beliebt. Er kann bei Tag und Nacht ohne Probleme angelaufen werden. Längs ist er kein Geheimtipp mehr und deshalb in der Hauptsaison immer überfüllt. Bis zu 6.000 Boote in der Saison wurden schon gezählt. Da der Hafen auch Fährhafen ist, wird er von den Einheimischen oft besucht. Man trifft sich hier und schnackt mit den Ankommenden oder Abfahrenden. Der Fähranleger wurde 2005 neu gebaut. Der westliche Teil des Hafens ist für die Fischer reserviert. Auch hier ist immer was los. Die Fischer sind freundlich und verkaufen auch gerne den Fisch direkt vom Boot. So frisch bekommt man den Fisch nirgendwo sonst. Es sei denn, man fängt ihn selber. 
Neben dem Hafen besteht die Möglichkeit zu campen, es ist ein kleiner Campingplatz, sehr familiär. Die Sanitärenanlagen (Toiletten, Duschen, Waschmaschine) nutzen die Wassersportler und Camper gemeinsam. Sie sind sehr sauber und ordentlich. Auch ein Raum zum Zeitvertreib a la Las Vegas, mit Kicker, Flipper und Billard wird geboten. Auf der Wiese am Hafen stehen 6 kleine Bollerwagen, man darf sie kostenlos ausleihen. Zum Beispiel für den Einkauf im nahen Omøby. Ein angenehmer Service der Insel.
Im Süden der Insel befinden sich einige Ferienhäuser.  
Die Insel war früher bewaldet und die königliche Familie ging hier auf die Jagd. Der Wald ist verschwunden, aber Kleinwild wird immer noch gejagt, aber nicht mehr von der königlichen Familie, sondern von den Einheimischen deren Sommergästen.  Auch mit dem Fernglas kann man hier auf die Pirsch gehen, denn die Insel wird von vielen Zugvögeln angesteuert.
Die Insel Omø bietet echtes Inselflair und ist ein Besuch wert. Ob zum Faulenzen, baden, campen, radeln, wandern oder jagen, sie bietet wirklich für jeden Geschmack etwas. Stopp, nicht für jeden, denn wer gerne zum Shopping geht, Aktion sucht oder das Nachtleben genießen will, der ist hier fehl am Platze. Hier gibt es Landleben und Natur pur.

 
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