Allgemeine Revierinfos Sardinien

Autor: D. Chrimpakis

EINREISE-, ZOLL- UND DEVISENBESTIMMUNGEN

Reisepass oder Personalausweis. Ein gechartertes Boot muss alle gültigen Lizenzen  mit sich führen, und der Skipper muss eine nummerierte Quittung (ricevuta fiscale) vom  Vercharterer erhalten, ohne die, er und der Vercharterer, hohe Strafen zahlen müssen.

IMPFUNGEN:  Keine

FÜEHRERSCHEINE: Amtlicher Sportbootführerschein See und Nachweis besonderer Segelkenntnisse.

BEHÖERDEN
Es gibt die: Capitaneria di Porto (Hafenwacht); Guardia Costeria (Küstenwacht); Carabinieri (Staatssicherheitsschutzpolizei); Polizia (Wasserpolizei); Guardia di Finanza (Zollpolizei). Kontrollen durch Behörden sind in den letzten Jahren strenger geworden.

WIND & WETTER
Die Winde unterliegen diversen geografischen und klimatischen Einflüssen wie Kap-, Düsen- oder Tal Effekten sowie der Thermik. In der Strasse von Bonifacio können sich stärkere Winde um bis zu 2 Beaufort beschleunigen. Rein statistisch herrschen zwischen Juni und August Winde aus Nordost und Ost vor. 7 und mehr Beaufort kommen fast ausschließlich aus West bis Südwest in relativ geringer Häufigkeit während des Sommers.

 
NAVIGATION
Bis zu drei Knoten starker Strom in östlicher Richtung geht mit starken Winden aus West und Nordwest einher. Tonnen zur Markierung von Untiefen oder gar  des Fahrwassers sind selten; exakte Navigation ist nötig.

NATIONALPARK MADDALENA – ARCHIPEL
Die meisten der Nordost – Sardinien vorgelagerten Inseln gehören zum Nazionale dell’ Archipelago di la Maddalena und unterliegen unterschiedlichen Bestimmungen. Wenige Zonen sind für die Sportschifffahrt gesperrt und meist als solche gekennzeichnet wie beispielsweise der Spiaggia Rosa der Insel Budelli. Das befahren des Nationalparks kostet für ein 46 – Fuß – Schifff 21 Euro, die an die Ranger zu entrichten sind, die den Booten sporadisch Besuch abstatten.  

HÄFEN & ANKERPLÄTZE
Marinas und kommunale Häfen sind in ausreichend knappen Abständen vorhanden, aber speziell an der Costa Smeralda recht teuer. Das Revier bietet dafür  eine riesige Anzahl von Ankerplätzen und dies auch nahe den Orten, die sich so per Beiboot besuchen lassen. Die Ankergründe sind meist sandig. Leeküsten lassen sich fast überall finden, jedoch sind Plätze bei starkem Wind dannn auch oft Fallwinden ausgesetzt.

BESONDERE HINWEISE
Für Yachten, die aus anderen Revieren nach Italien segeln, ist es ganz wichtig, eine gültige Versicherungspolice  für die  Yacht  an Bord  zu  haben, da  sonst in Italien eine neue Versicherung abgeschlossen werden muss. Beim ersten Hafen, der über eine „Capitaneria del Porto“ verfügt, sollte man sich einklarieren. Man bekommt ein Formular, das „Statuto“, das man behalten sollte und das im letzten italienischen Hafen, den man vor dem Auslaufen in ein anders ausländisches Gebiet anläuft, berechtigt, Treibstoff „duty free“ zu tanken.

SEEKARTEN & LITERATUR
Für die Törnplanung empfiehlt sich beispielsweise die italienische Karte Nummer 24, die im Fachhandel erhältlich ist. Nautische Reiseführer: K – J. Röhring, Korsika, Sardinien, Elba (2002, Delius Klasing, 26,00 Euro); Horn / Hoop, Korsika, Nordost – Sardinien, Toskanische Inselwelt (1998, Edition Maritim, 39,90 euro).
Diverse touristische Reiseführer. Zu empfehlen sind Apa Guides Sardinien (19,95 Euro) und Dumont Richtig Reisen Korsika (22,50 Euro) sowie das Polyglott Reisebuch Sardinien (9,95 Euro).

 

 
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