Allgemeine Infos British Virgin Islands

Autor: D. Chrimpakis

DAS REVIER
Die kleinen Antillen haben eine Nord-Süd-Erstreckung von gut 400 Seemeilen zwischen den Virging Islands im Norden und Grenada im Süden. Die Inselkette beschreibt einen leichten Bogen, zwischen St. Martin und Martinique liegen die Inseln perfekt für Halbwindkurse zum vorherrschenden Nordost-Passat, im Süden wird man für die Am-Wind-Kurse gen Norden aufkreuzen müssen. Die Entfernung zwischen den Inseln betragen selten mehr als 30 Seemeilen. Die Inseln sind entweder vulkanischen Ursprungs oder auf Korallenbänken gewachsen. Besonders klein sind die Distanzen zwischen den Inseln der Virgin Islands, wobei die US – Virgins nicht ohne Visum befahren werden dürfen. Im Abstand weniger Meilen liegen auch die Inselchen der Grenadines im südlichen Teil der Karibik zueinander.

WIND & WETTER
Mit beständigem Nordost-Passat um die 4 bis 5 Beaufort sind die British Virgin Islands ein ideales Einsteiger – Revier. Auch Außen- und Wassertemperaturen sind mit 27 bis 32 beziehungsweise 25 bis 28 Grad Celsius hervorragend geeignet, damit man den Urlaubstörn richtig genießen kann. Die einzelnen Inseln und Buchten sind bei dem gleichmäßig wehenden Wind meist in ein bis zwei Stunden zu erreichen. Vorsicht bei Gewittern! Binnen weniger Minuten verwandelt sich die liebliche Kulisse auf dem Sir-Francis-Drake-Kanal in ein Seegebiet mit dramatisch drehenden starken Winden. Dann gilt es, frühzeitig eine Marina aufzusuchen. Bei den geringen Entfernungen sollte dies für gewöhnlich kein Problem sein.

HÄFEN UND ANKERPLÄTZE
Die British Virgin Islands gehören zu den am besten erschlossenen Inseln in der Karibik. Die Versorgung ist gut, es gibt viele Marinas und fast überall Restaurants und Bars. Ankern ist an vielen Stellen möglich, an manchen Plätzen wegen der Beschaffenheit des Grunds jedoch auch verboten. Wo Muringbojen ausgelegt sind, sollte man diese nutzen, um nicht mit dem Grundeisen die Korallen am Boden zu zerstören.

NAVIGATION
Unbedingt die starke Missweisung beachten: 13 bis – 14° (West). Alle Kartenkurse sind mit plus 13/14° zum Kompasskurs umzurechnen. Zwischen den Inseln westwärts gerichtete Oberflächenströmung von bis zu zwei Knoten, im Mittel ein Knoten. Die Betonung durch Seezeichen ist gegenüber dem europäischen System seitenverkehrt. Von See einlaufen befinden sich rote, stumpfe Tonnen an Steuerbord. In Landnähe empfiehlt sich bei hohem Sonnenstand die so genannte Augapfel-Navigation. Helle Färbung bezeichnet flaches Wasser, gefährlich wird es bei brauner Färbung, die durch Korallenköpfe hervorgerufen wird.

LITERATUR
„Segeln in der Karibik“, Band 3, von Bernhard Bartholmes, Edition Maritim, 34,90 Euro; „Cruising Guide to the Virgin Islands“ von Nancy und Simon Scott, 32,10 Euro. Weitere Infos: www.britishvirginislands.de

LANDGANG 
Den spektakulärsten Weg finden Segler bei The Bath auf Virgin Gorda. Rund 20 Minuten benötigt man für einen kleinen Pfad. Er führt über Felsen hinweg und unter ihnen hindurch, bis man die Devils Bay erreicht, in der große Wellen über die Findlinge donnern. Lohnend ist auch der Gang über die belebte Main Street in der Hauptstadt Road Town auf Tortola. Wer es etwas anstrengender mag, kann, ebenfalls auf Tortola, über Kieswege den Mountain (543 Meter) im gleichnamigen Nationalpark erklimmen.

 
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