04-03-07 08:08

Leuchtfeuer von Bella Barthurst

Schneekluth-Verlag, ISBN 3795117682

Die Autorin hat in ihrem Buch die Familiengeschichte der Stevensons nachgezeichnet. Ihr Schwerpunkt liegt in der über Generationen hinweg ausgeübten Tätigkeit des Erbauens von Leuchttürmen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war der Schiffsverkehr an den schottischen Küsten äußerst gefährlich. Stürme, Riffe, starke Strömungen und der Mangel an guten Seekarten forderten Jahr für Jahr hohe Verluste an Menschenleben und Handelswaren. Nachdem die Zahl der Schiffshavarien exorbitant zugenommen hatte, wurden Maßnahmen dagegen unternommen. Unter schwierigsten Umständen entstehen die ersten moderneren Leuchttürme auf Riffen rund um Schottland. Neben vielen technischen Fragen spielen auch oft finanzielle Probleme eine große Rolle. 1807 beginnt Robert Stevenson den Bau des Bell Rock Leuchtturms im Osten Schottlands auf einem Riff. Extreme Wetterbedingungen gestalten die Arbeit sehr schwierig. Ab 1838 baut er mit seinen Söhne Alan, David und Tom den Leuchtturm Skerryvore, der etwa 12 Seemeilen vor der Insel Tyrii auf einem Riff liegt. Der Familienklan baut bis 1915 mehr als 30 Leuchttürme. Das schwarze Schaf Familie war übrigens der Schriftsteller Robert Louis Stevenson (Roman Die Schatzinsel), der einzige in der Familie, der sich weigerte, Leuchttürme zu bauen.

Die britische Journalistin hat nichts getan, um ihr Thema, die Geschichte der Leuchtturmerbauer-Familie Stevenson aufzupeppen und historische Lücken mit eigenen Gefühlen aufzufüllen. Es ist ein sehr sachlich gehaltenes Buch.


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